Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit

Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland gewährte Polen im Jahre 1975 einen hohen Kredit, den sog. Kredit "Jumbo". 1989 dann erließ sie den verbleibenden Teil der überfälligen Zahlungsverbindlichkeiten, einschließlich der aufgelaufenen Zinsen.

In diesem Zusammenhang unterzeichneten Bundeskanzler Helmut Kohl und Premierminister Tadeusz Mazowiecki am 17. November 1989 eine gemeinsame Erklärung, dass über den noch nicht abbezahlten Teil des Kredits eine Stiftung über einen Zeitraum von 10 Jahren verfügen solle. Basierend auf dieser Erklärung wurde am 15. Oktober 1991 offiziell die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit durch den polnischen Finanzminister Leszek Balcerowicz ins Leben gerufen.

Die Einrichtung eines Fonds in Höhe von 570 Mio. DM - den die Republik Polen in 10 Jahresraten füllte - ermöglichte die Entstehung einer, in den deutsch-polnischen Beziehungen beispiellosen Stiftung. Aus diesen Mitteln konnte die Stiftung viele Projekte ausschließlich auf polnischer Seite unterstützen. Insbesondere seien genannt:


Seit Beginn ihres Bestehens konnte die Stiftung etwa 250 Mio. € für die Zufinanzierung von Vorhaben bereitstellen, die zum Aufbau der gegenseitigen Verständigung zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland, sowie zur Entwicklung der deutsch- polnischen Zusammenarbeit beigetragen haben.