Die DEUTSCH – POLNISCHE CHORAKADEMIE „in terra pax“
Die Deutsch-Polnische Chorakademie "in terra pax" wurde 1991 nach dem Fall der Berliner Mauer und des gesamten "Eisernen Vorhanges" durch Musiker wie Prof. Ludwig Güttler, Dresden, Prof. Jan Szyrocki, Stettin, Wolfgang Unger, Leipzig, Volker Schmidt-Gertenbach, Göttingen, und Werner Pfaff, Karlsruhe, ins Leben gerufen. Die Schirmherrschaft übernahmen die Präsidenten Polens und Deutschlands. Seit dem Sommer 1991 hat diese Idee vielen jungen Menschen aus Polen und Deutschland die Möglichkeit gegeben, durch die gemeinsame Erarbeitung und Aufführung von repräsentativen Werken aus dem polnischen, deutschen sowie internationalen Chorrepertoire freundschaftliche Beziehungen zu fördern, also durch die Musik Brücken zu schlagen.
Der Chor der Deutsch-Polnischen Chorakademie "in terra pax" setzt sich alljährlich neu zusammen. Er besteht aus Sängerinnen und Sängern polnischer und deutscher Chöre, seit einigen Jahren auch aus Frankreich und der USA, die sich auf der Halbinsel Wollin in Międzyzdroje (Polen) treffen, um innerhalb einer Woche mit international renommierten Dirigenten ein stets neues, anspruchsvolles a cappella-Programm zu erarbeiten und dem Publikum im Rahmen des Internationalen Chorfestivals in Międzyzdroje und anderen Orten Polens zu präsentieren. In jedem Jahr findet die Uraufführung einer Auftragskomposition statt, die eigens für diesen Chor geschrieben wird. Nicht nur in Polen wird das Programm vorgestellt, sondern auch in Deutschland sowie in Spanien und Frankreich.
Im Laufe der Zeit arbeiteten folgende international bekannte Dirigenten mit dem Chor „in terra pax“: Aus Polen Benedykt Błonski, Jan Szyrocki, Bronisława Wietrzny und Szymon Wyrzykowski, aus Deutschland Jürgen Faßbender, Werner Pfaff, Volker Schmidt-Gertenbach, Volker Schrewe und Martin Winkler, aus den Niederlanden Harold Lenselink und Jan Pasveer, Don James aus Kanada, aus Spanien Jose Ramon Perez Cebrian, Jean-Baptiste Bertrand aus Frankreich und Richard Zielinski aus den USA.
Die erste Konzertreise nach Deutschland fand 1997 statt mit Konzerten in Ostwestfalen (in Paderborn, Detmold und in der Abtei Marienmünster), die vom Publikum begeistert aufgenommen und von der Presse mit viel Anerkennung bedacht wurden. Im Laufe der Zeit gastierte der Chor in Büren, Detmold, Essen, Göttingen, Herford, Höxter, Lemgo, Lübeck, Marienmünster, Paderborn, Seesen, in Steinheim (Westfalen) und in Wolgast.
Von den Konzertreisen seien besonders noch Folgende erwähnt:
Im Jahr 2000 Konzerte auf Einladung der EXPO 2000 in Hannover, 2001 Konzerte beim Festival „Millennium Pace“ in Valencia (Spanien), 2002-2004 Konzertreisen nach Frankreich zum Sommerfestival „Etè musical“ in St. Bonnet le Châteou. Im August 2004 sang der Chor „in terra pax“ zum Jubiläum 875 Jahre Kloster Marienmünster. Er gestaltete mehrmals auch die Feierlichkeiten zum Rochustag in Steinheim (Westfalen) mit.
2003 starb Professor Jan Szyrocki, Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Chorakademie. Seine Aufgabe übernahmen Dr. Richard Zielinski aus den USA und Prof. Benedykt Błonski aus Polen.
Die ersten deutschen Teilnehmer an dieser musikalischen Völkerbegegnung kamen aus Ostwestfalen, insbesondere aus Steinheim. Hier wurde der Förderverein des Chores der Deutsch-Polnischen Chorakademie "in terra pax" gegründet, der die Arbeit von "in terra pax" unterstützt und die Aktivitäten in Deutschland organisiert.


